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Aktuelles

15.04.2010

Kommt die PKW-Maut?

Wie die Weltnetz-Präsenz von t-online heute meldete, hat das Umweltbundesamt einen konkreten Plan zum Thema PKW-Maut vorgestellt. Im Gespräch sind Kosten von 3 bis 4 Euro pro 100 gefahrene Autobahnkilometer. So soll angeblich der Autoverkehr gesteuert und die Umwelt entlastet werden. Allerdings bekommt man, wenn man sich die Sache genauer betrachtet, eher den Gedanken, dass der Staat hier eine Einnahmequelle wittert. Zwar könnten, so der Chef des Umweltbundesamtes, die Sätze für leise und "saubere" Autos gesenkt, jedoch die Sätze für stark befahrene Straßen erhöht werden. Was würde eine PKW-Maut in dieser Form bedeuten? Selbst wenn man im Gegenzug die Kfz-Steuer abschaffen würde, würden insbesondere Fahrer von Kleinwagen, die in der Steuer relativ niedrig sind, drauf zahlen. Das würde, wie auch sonst, in erster Linie die Millionen Autofahrer betreffen, die Tag für Tag zur Arbeit fahren müssen und zum Großteil bei diesem Weg auf die Nutzung von Autobahnen angewiesen sind. Hier ein kleines Rechenbeispiel:

  • Einfache Strecke zur Arbeit (Autobahn): 15 km = 30 km/Tag

  • Arbeitstage: 220

  • Gesamtkilometer auf der Autobahn: 6600 km

  • Mautkosten bei 3 Euro: 198 Euro

  • Mautkosten bei 4 Euro: 264 Euro

  • Kfz-Steuer: 100 Euro/Jahr

  • Mehrbelastung: Zwischen 98 und 164 Euro/Jahr

Doch auch viele Gemeinden dürften nicht begeistert davon sein, wenn ein guter Teil der Autofahrer, die bisher die Autobahn genutzt haben, nun über Land fahren würden. Ob es wirklich umweltfreundlicher ist, wenn man von der Autobahn abweicht und "über die Dörfer" fährt, halte ich für sehr zweifelhaft, schließlich ist es bekannt, dass Autos im Stadtverkehr mehr Treibstoff verbrauchen als auf der Autobahn. Die zunehmende Verkehrsdichte in den Städten und Gemeinden dürfte außerdem zu höheren Unfallzahlen führen. Für die dann beteiligten Fußgänger, die unter die Räder kommen sicher kein Segen. Auch für die Wirtschaft dürfte sich eine Pkw-Maut negativ auswirken, da sich Dienstleistungen, beispielsweise von Handwerkern, verteuern würden, da diese die steigenden Kosten wieder an den Kunden weiter geben. In kaum einem anderen Land Europas werden Autofahrer so zur Kasse gebeten, wie in Deutschland. Es muss endlich Schluss damit sein, die Mobilität der Bürger, auf die sie dringend angewiesen sind, immer teurer zu machen. Denn die Aussage, dass sich durch die PKW-Maut das Autofahren für den Bundesbürger nicht verteuern würde, ist so glaubhaft wie all die anderen Versprechungen, die uns die Politiker in den letzten Jahren gemacht haben.

 

(C) NPD Main-Kinzig